M. Hellhoff, Allianz-Esa

Einbruch und Diebstahl schwer gemacht!

Der Schrecken nach einem festgestellten Einbruch sitzt tief, ist doch jemand in das so vertraute Reich eingedrungen und hat dieses oftmals dermaßen beschädigt und verwüstet, dass man nicht selten vollkommen fassungslos davor steht. Zunächst gilt es Ruhe zu bewahren, die Polizei zu alarmieren um Anzeige zu erstatten, den Versicherer zu informieren.

Versicherungsunternehmen sprechen in der Regel von einem Einbruch, wenn ein gewaltsames Eindringen in verschlossene Räume vorliegt. Auch für die durch das gewaltsame Eindringen selbst entstandenen Schäden, z.B. am Schott, am Niedergang, an der Schließanlage oder auch an Fenstern und Luken vom Einbrecher verursachten Schäden besteht durch eine Yacht-Kaskoversicherung üblicherweise Versicherungsschutz. Ebenso für Vandalismus an oder in der Yacht, denn oft haben es die Einbrecher auf elektronische Bordgeräte  und auf hochwertige Ausrüstungsgegenstände abgesehen, die nicht selten mit groben Mitteln aus der Befestigung herausgerissen werden.

Martina Hellhoff, vertriebsverantwortlich für das Yachtgeschäft bei der Allianz Esa verweist auf besondere Aufmerksamkeit: „Nicht selten werden Anfragen von Bootseignern an uns herangetragen, ob es nicht besser sei, die Yacht zu Vermeidung von Einbruchschäden unverschlossen zu lassen. Dies gilt insbesondere bezogen auf die Zeit im Winterlager oder bei kurzen Abwesenheitszeiten, wenn das Schiff objektiv naheliegend voll ausgerüstet im Hafen liegt. Hiervon muss ausdrücklich abgeraten werden, denn ist die Yacht zu Tatzeit nicht verschlossen gewesen, kann dies nicht als Einbruchdiebstahl sondern als einfacher Diebstahl gewertet werden, was wiederum Auswirkungen auf den Versicherungsschutz hat.“

In einigen Yachthäfen sind Maßnahmen, dem Risiko des Einbruchdiebstahls oder auch des Diebstahls der ganzen Yacht zu begegnen und dieses zu minimieren, bereits umgesetzt worden. „Von mit entscheidender Bedeutung ist bereits die Auswahl des Liegeplatzes“ so die aktive Seglerin. „Ein umzäuntes Gelände, welches Zufahrt mit Fahrzeugen nur für Befugte ermöglicht, Kameraüberwachung in der Hafenanlage, Zugangsberechtigung für die Steganlagen selbst mittels Codekarte oder ein geregeltes Überwachungssystem in der Anlage durch das Hafenpersonal sind nur einige Bespiele.“

Die Expertin weiter: „Ganz besonders wichtig sind auch die Maßnahmen, die jeder Eigner selbst durchführen kann. Dies kann z.B. eine Vereinbarung mit Stegnachbarn sein, gegenseitig die Augen offen zu halten und die Absprache, sich vorab zu informieren, sollten zum Beispiel besondere Maßnahmen wie Arbeiten durch Externe anstehen. Nicht selten kommen Einbrecher getarnt als Handwerker, was zunächst für Außenstehende überhaupt keinen Verdacht begründet“.

Trotz aller gebotener Achtsamkeit und Vorsorge ist es nicht einfach, Boote und Yachten wirklich wirkungsvoll vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Aber es sind zahlreiche mechanische Sicherungen und natürlich elektronische Alarmsysteme im Fachhandel erhältlich, die den Einbruch bereits erheblich erschweren oder Aufmerksamkeit auf sich ziehen können. Für die hochwertigen Ausrüstungsgegenstände werden seit Jahren von der Wasserschutzpolizei  spezielle Gravuraktionen durchgeführt. Damit können die Teile bei Wiederauffinden eindeutig identifiziert und Diebe möglichst von vornherein abgeschreckt werden. Auch gegen das Abhandenkommen des ganzen Bootes kann man präventiv Maßnahmen ergreifen. Zum Beispiel mit leistungsfähigen satellitenbasierten Trackingsystemen, die ein Auffinden der mit einem Sender ausgestatteten Yacht weltweit ermöglichen.

„Grundsätzlich lässt sich sicher in allen Fällen empfehlen“, so Hellhoff „dass tragbare hochwertige Ausrüstung wie Laptop, Hand-GPS, Fernglas, Selbststeueranlage oder ähnliches bei Verlassen des Schiffes nicht an Bord verbleiben sollten. Backkisten sind zu verschließen, Luken und Schott zu verriegeln, Beiboote sind zu verstauen und sofern dies nicht möglich sein sollte, mittels Stahlseil mit dem Boot zu verzurren. Trackingsysteme sollten nicht erkennbar an einem versteckten Ort montiert sein. Auch hat ein hinterlegter Reserveschlüssel an Bord nichts verloren.“

Während der Zeit im Winterlager sollten grundsätzlich alle losen Ausrüstungsgegenstände  von Bord genommen und trocken und verschlossen gelagert werden. Die Vollkasko-Allgefahrendeckungen der Allianz Esa gewährleisten den Versicherungsschutz auch dann, wenn die Teile außerhalb des Bootes eingelagert werden.

„Auch der Diebstahl von Außenbordmotoren nimmt in den letzten Jahren immer weiter zu. In den Kasko-Versicherungsbedingungen der Allianz Esa sind konkrete Sicherungsmaßnahmen vorgegeben, beispielsweise für Außenbordmotoren und auch für Trailer. Während in der Vergangenheit eher kleinere und damit leichte Motoren entwendet wurden, besteht heutzutage ein ausgeprägter Ideenreichtum, um auch schwerere Motoren mit hohen Leistungen demontieren und wegzuschaffen zu können – sehr häufig direkt vom Boot aus über den Wasserweg“, so Martina Hellhoff.

Präventiv bietet die Wasserschutzpolizei auch für Außenbordmotoren den Gravurservice an und der Fachhandel hält zahlreiche Sicherungsmöglichkeiten bereit, um das kostbare Eigentum von Yacht- oder Bootseignern bestmöglich vor Langfingern zu schützen.
Martina Hellhoff: „Für klar formulierte und umfangreiche Versicherungsbedingungen steht die Allianz Esa mit drei Vollkaskoprodukten für umfassende Leistungen und  Services. Die drei Konzepte garantieren Versicherungsschutz auf Basis einer Allgefahrendeckung. Dies bietet dem Yachteigner enorme Sicherheit, da für alle Ereignisse Versicherungsschutz besteht, die nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind. Und eine Allgefahrendeckung macht es zudem für den Eigner einfacher zu seinem Recht zu kommen, denn sie verlagert die Beweispflicht auf den Versicherer“.

Wenn Sie Fragen haben: Ihr Versicherungsfachmann oder Ihre Allianz Agentur vor Ort beraten Sie umfassend und erstellen Ihnen gerne einen Versicherungsvorschlag für Ihr Boot oder Ihre Yacht.


Gastbeitrag von Martina Hellhoff (Allianz-Esa, Chief-Underwriter Deutschland Yachtversicherungen)