Martina Hellhoff (Allianz Esa)

Die Yacht oder das Boot ist nicht selten des Eigners allerliebstes Hobby. Jedes Jahr wieder stehen diverse Maßnahmen auf dem Plan, um den Segler saisonfertig zu machen. Die Vorfreude auf die neue Saison steigt. Dabei lastet bei einigen Inaugenscheinnahmen und Arbeiten der Fokus meist sehr stark auf optischen Dingen. Insbesondere ist hier das Rigg als Beispiel zu nehmen. Sobald das laufende Gut nach der alljährlichen Reinigung nicht mehr ansprechend aussieht, wird es ausgetauscht. Wanten und Stage hingegen werden nicht selten vernachlässigt.

Das Problem Mastbruch

Das Rigg ist ein fragiles und komplexes System, welches hohem Druck standhalten muss. Diesem Druck müssen nicht nur einzelne Bauteile standhalten, sondern das gesamte System in sich. Auch hier gilt: Das schwächste Glied in der Kette gibt nach. Und ein Mastbruch ist ganz sicher eines der Ereignisse, die Skipper und Crew niemals erleben möchten.

Prüfung des Rigg

Eine jährliche Sichtprüfung am Rigg muss für jeden Eigner obligatorisch sein und dürfte auch in unseren Breiten kein Problem darstellen, da der Mast üblicherweise demontiert und eingelagert wird. Nur im abgeriggten Zustand kann die so wichtige Überprüfung aller Bauteile erfolgen. In warmen Regionen, in denen das Rigg nicht abgenommen wird, ist der Aufwand zwar etwas größer; er lohnt sich dennoch. Es sollten auch in dem Fall sehr regelmäßig alle Teile auf Haarrisse, Korrosion sowie sonstige Abnutzungserscheinungen geprüft werden. Diese dürften auch dem Nicht-Fachmann bei genauer Betrachtung auffallen. Im Zweifel sollte ein Fachbetrieb hinzugezogen werden, damit eine ordentliche Prüfung erfolgen kann. Selbst dann, wenn mit bloßem Auge keine Beschädigung erkennbar ist, muss von Zeit zu Zeit aufgrund von Materialermüdung ein Austausch erfolgen.

Grundsätzlich deckt die Vollkasko-Versicherung Schäden am versicherten Boot oder der Yacht. Dies gilt unter anderem auch für den Mastbruch oder einem Knicken des Mastes, das dem Mastbruch gleichkommt. Wer nun aber in seine Vollkasko-Versicherungsbedingungen schaut und eine konkrete Bestimmung erwartet, nach der der Versicherer die Intervalle für einen Austausch festlegte, sucht vergeblich danach. Denn die Austauschintervalle, wie auch die notwendige Erneuerung kleiner, aber bedeutender Teile, hängen sehr stark von der Nutzung des Schiffes ab.

Versicherungsschutz bei Mastbruch

Im Versicherungsvertrag ist geregelt, für welchen Verwendungszweck das Schiff versichert ist. Für Yachten im regelmäßigen Regattaeinsatz, auf anspruchsvollen Schwerwetter- oder gar Langstreckentörns gelten ganz andere Maßstäbe als für Yachten, die lediglich gelegentliche Schönwettertörns fahren. Die Verantwortung für das Schiff und dessen Zubehör liegt dabei beim Yachteigner bzw. aus versicherungsvertraglicher Sicht beim Versicherungsnehmer.

Nicht selten stellt sich heraus, dass der Mastbruch ein Folgeschaden ist. Oftmals verursacht durch alters- und abnutzungsbedingte Erscheinungen an Teilen, die für wenig Geld hätten sehr leicht ausgetauscht werden können. Eigner und Versicherungsnehmer tun also gut daran, ihrer Fürsorgepflicht bzw. vertraglichen Obliegenheiten nachzukommen, um im Schadenfalle nicht den Versicherungsschutz zu riskieren oder eine Leistungskürzung in Kauf nehmen zu müssen.
Auf keinen Fall jedoch sollte man also solange warten, bis das schwächste Teil am Rigg nachgibt und der Mast knickt oder bricht und die Crew in eine bedrohliche Situation gerät. Sehr häufig kommt es bei einem Mastbruch auch zu Schäden am Schiffsrumpf und nicht selten auch zu Personenschäden.

Allianz Esa mit drei Vollkaskoprodukten

Mit klar formulierten und umfangreichen Versicherungsbedingungen steht die Allianz Esa mit drei Vollkaskoprodukten für umfassende Leistungen und Services. Die Konzepte garantieren Versicherungsschutz auf Basis einer Allgefahrendeckung. Hiermit wird dem Yachteigner enorme Sicherheit geboten, da für alle Ereignisse Versicherungsschutz besteht, die nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind. Und eine Allgefahrendeckung macht es zudem für den Eigner einfacher zu seinem Recht zu kommen, denn sie verlagert die Beweispflicht auf den Versicherer.

Danke an Martina Hellhoff, Versicherungsexpertin bei der Allianz Esa, eines der führenden Unternehmen für Boots- und Yachtversicherungen, die mir diesen Artikel zu Verfügung stellte.