Tagesarchiv Garden Route

Wir fliegen nach Hause…

Das „Kap der Guten Hoffnung“ – Ziel unserer Reise. Von hier geht es am 01.11.2012 wieder zurück nach Deutschland.

Tölpel im Landeanflug

Südafrika ist auf jeden Fall eine Reise wert. Die Garden Route war abwechslungsreich und aus unserer Sicht sicher. Abseits der touristischen Trampelpfade merkt man allerdings die großen Unterschiede zwischen den Einkommensschichten in der Bevölkerung.

Am Ende 3 Tage Kapstadt

Wie angekündigt, ging es gestern in einem Tagesausflug mit vielen Stopps unterwegs, so zum Beispiel am Chapmans Peak (eine der schönsten Maut-Strassen der Welt – mit den zwölf Aposteln) und bei der Pinguin-Kolonie von Boulders Beach, geradewegs zum Kap der guten Hoffnung. Eine super Erfahrung dort gewesen zu sein, aber irgendwie auch Pilgerstätte für tausende von Menschen täglich. Man muss sich fast mit Ellenbogen einen Platz am Schild mit der Aufschrift „ Kap der guten Hoffnung“ erkämpfen, um mal zu einem Beweisfoto zu kommen. Fast im Minutentakt werden dort Busladungen voller Menschen ausgeschüttet (übrigens nicht nur Japaner), die alle genau wie wir alleine an dem Schild stehen wollen. Na ja, wir haben es ja geschafft!

Abends gings dann mit dem Taxi zu „Mama Afrika“, einer urigen IN-Kneipe hier in Kapstadt mit toller Live-Musik von Abavuki und phantastischem traditionell-afrikanischen Essen. Das war nochmal ein richtig runder Abschluss für unseren schönen Urlaub und hat uns vieren echt Spass gemacht. Was nicht so spassig war, war die Heimfahrt im Taxi mit einem Fahrer aus dem Kongo. Wie auch immer der sich nach Kapstadt verirrt hatte…, er wusste hier jedenfalls nicht bescheid und wir mussten ihm, nach selbst erst einem Tag in der Stadt, den Weg zu unserer Lodge im Dunkeln zeigen. Da war ganz schönes Erinnerungsvermögen gefragt!

An unserem letzten Tag hier vor Ort ging unser bisher unerfüllter Wunsch, den Tafelberg zu besuchen, nun doch noch in Erfüllung. Der starke Wind der Vortage hatte nachgelassen und frühmorgens war auch plötzlich das weisse „Tischtuch“ weg. Also nichts wie hin bzw. hoch!

Wir wurden mit einem grandiosen Ausblick belohnt, auch wenn wir da oben ganz schön gefroren haben. Egal! Den Nachmittag verbrachten wir abschliessend an der hübschen Waterfront von Kapstadt. Wir konnten somit in unserem Urlaub alle gewünschten Punkte abhaken und das war ja unser grosses Ziel! Die drei Wochen sind wie im Fluge vergangen und am Ende beschlossen wir einstimmig, dass wir wiederkommen müssen. Südafrika`s Natur und auch die Menschen sind besonders liebenswert, das kann man nicht mit einer Reise erfassen.

P.S.: Vielen Dank wiederum an Meso-Reisen für die phantastische Organisation dieser Reise!

 

 

Von Stellenbosch zur „Final Destination“ – Kapstadt

Weingut Spiers 1692

So ging es also gestern dann zügig nach dem Frühstück von Hermanus über Franshoek nach Stellenbosch. Da Sonntag war und wir erst am Nachmittag dort eintrafen, war es uns leider nicht mehr möglich, an einer Weinverkostung in der näheren Umgebung teilzunehmen. Also verschoben wir den Spass auf heute vormittag und widmeten uns noch etwas der historischen Altstadt von Stellenbosch, das im Übrigen eine ziemlich grosse Universität hat und damit auch entsprechend viele Studenten.

Die Weinverkostung wurde heute auf dem Weg nach Kapstadt in einem Weingut namens „Spiers 1692“ nachgeholt. Für die Autofahrer musste das Programm ja kurz gehalten werden, und so begnügten wir uns mit je einem Weiss- und einem Rotwein sowie zwei jeweils dazu passenden Speisehäppchen. Ja, man kann schon sagen, dass das ein Genuss für den „verwöhnten“ Gaumen war.

Kurzerhand ging’s danach mit einem Zwischenstopp in Muitzenberg weiter nach Kapstadt in die „Table Mountain Lodge“, unserer letzten -Vier Sterne-Unterkunft (B&B) für diese Reise. Unsere Zeit vergeht hier wie im Fluge und wir haben noch einige Punkte für Kapstadt auf dem Plan. Und so buchten wir uns zur Vereinfachung heute Nachmittag mal schnell eine zweistündige Stadtrundfahrt. Leider zeigt sich der Tafelberg schon seit einiger Zeit ständig mit seinem weissen Tischtuch, was wahrscheinlich zur Folge hat, dass wir nicht mit der Seilbahn auf das über 1000m hohe Plateau kommen werden. Schade! Wird wohl ein nicht abgehakter Punkt bleiben, denn zur Zeit herrschen hier Windgeschwindigkeiten, die für eine Stadt total ungewöhnlich sind.

So beschlossen wir heute Abend, morgen die Kap-Halbinsel zu befahren, um das Kap der guten Hoffnung einmal live erleben zu können. Wie es weiterging, erfahrt Ihr dann in unserem letzten Blogeintrag.

Bis dahin – see you – LG wir vier!

Wale, Wale, Wale…

Ronnie`s Sex Shop

Der Weg zum De Hoop Nature Reserve führte uns am einzigen Wasserloch dieser trockenen Gegend in der kleinen Karoo, Ronnie`s Sex Shop, vorbei. Ein uriger, mit BH`s, Slips und anderen diversen Dessous vollgehangener Pub mit dem sich Ronnie, ein inzwischen nicht mehr ganz so junger Bikertyp mit langen Haaren, einen müden Rand nebenbei verdient. Ihm habe ich (Marlis) dann zur Feier unseres Kennenlernens meinen ungeliebten grünen BH überlassen, der sich nun ganz gut in dessen Sammlung einfügt.

Weiter gings über ca. 80km holprige Schotterpiste, was man hier vereinfacht „Naturstrasse“ nennt.

Am sehr späten Nachmittag angekommen, wurden noch schnell vor Sonnenuntergang die tollen weissen Sanddünen am Meer, der erste Wal und die phantastische Landschaft, die an die Serengeti erinnert, bewundert.

Gestern gings geradewegs weiter nach Hermanus. Auf unserem Weg dorthin statteten wir dem südlichsten Punkt des afrikanischen Festlandes, Cape Agulhas, einen Besuch ab.

Angekommen in der maritim eingerichteten Abalone Guest Lodge, beschlossen wir, für den nächsten Tag eine Whalewatching-Tour zu buchen. Um 9:15 Uhr stachen wir dann pünktlich heute früh mit einem grösseren Schlauchboot ( 2x 250 PS Motoren) in den Atlantischen Ozean, um Wale, weisse Haie und den Rest der „Big five“ des Meeres zu suchen. Und Ihr glaubt garnicht, wie fündig wir wurden?!

Lasst Euch mal wieder von den Bildern inspirieren, wir waren einfach nur fasziniert, wie nah die Tiere an unser Boot herankamen. Vor allem glaubt Ihr sicher nicht, was für Wellen wir über ca. 2h ertragen haben, um Euch diese Bilder überhaupt liefern zu können. Alles in allem, sagenhaft!

Die Natur des Meeres gehört genauso dauerhaft beschützt, wie die andere Artenvielfalt dieser Erde! Wir jedenfalls werden uns sicher weiterhin auf diese Weise für die Tierwelt und die Wale im Besonderen begeistern…

Morgen geht’s nach Stellenbosch, da werden dann Weine verkostet und Ihr bleibt bis zur nächsten Nachricht schön neugierig!

Vielen Dank für Euer bisheriges Interesse! LG wir vier!

Wir haben eine Farm in Afrika…

Mossel Bay liegt nun bereits hinter uns, da wir dort leider nur eine Nacht im Point-Hotel direkt an der felsigen Küste hatten. Im Übrigen hattet Ihr Recht. Wir haben mal die Sonne bei Euch abgezogen und sie für den Rest des Urlaubs hier gebucht. Irgendwann musste diese verregnete erste Woche auch mal zu Ende gehen.

Der Tag in Mossel Bay bestand aus Besichtigung des historischen Stadtkerns und nachmittags aus Fotomotivsuche an der felsigen Küste.

Gestern begaben wir uns dann früh auf den Weg nach Oudtshoorn (besser gesagt nach Schoemanshoek) in der Kleinen Karoo. Unterwegs legten wir einen kurzen Stopp in der Cango Wildlife Ranch ein, um uns die wirklich gefährdeten Tierarten Afrikas nochmal von Nahem anzuschauen. Die Mutigste von uns vieren traute sich auch gleich mal zu einem Geparden ins Gehege. Aber seht mal auf den Bildern selbst…

 

Montana Guest Farm

Unseren Augen trauten wir nicht, als wir dann am Nachmittag auf das Gelände der Montana Guest Farm fuhren. Hatten wir einen Zeitsprung zurück gemacht? Man fühlt sich hier sofort in die Zeit von „Jenseits von Afrika“ versetzt. Alles wieder wunderschön im kolonialen Stil gebaut und eingerichtet, garniert mit frischen Rosen aus dem in voller Blüte stehenden Rosengarten der Farm. Unklar! Entsprechende Bedienstete wuseln „under cover“ auf dem Gelände durch die Gegend und alles wird hier wie von Geisterhand erledigt. Nur Alfred, der durchaus sehr talentierte Koch, erscheint öfter mal auf der Bildfläche.

Gestern Abend, nach einem sehr gelungenen Dinner mit Farmbesitzer Wolfgang Beitz, und einigen guten Flaschen Rotwein aus der Region, befanden wir uns dann in einer sehr anregenden und für uns auch informativen Unterhaltung um den politischen Fortbestand der südafrikanischen Republik. Die Beteiligten aus verschiedenen Ländern liessen dabei wirklich interessante Sichtweisen blicken.

Heute haben wir die Berge im Umland erkundet, indem wir den Swartberg-Pass mit den Autos erklommen sind (1585m Höhe) und den Cango Caves (spektakuläre Höhlen mit tollen Gesteinsformationen) einen Besuch abgestattet haben.

Morgen geht’s zum De Hoop Nature Reserve, wo uns ein Family-Chalet erwartet, aber sicher kein Internet. Also bleibt weiter schön gespannt, was noch kommt! So long und bis die Tage – wir vier!

Knysna und Umgebung

Am gestrigen Nachmittag wollte sich der Wettergott wohl doch wieder mit uns versöhnen und schickte ca. 3-4h Sonne herunter. Also nix wie los und erst einmal sämtliche Aussichtspunkte um die schöne Lagune von Knysna erkunden. Dabei entstanden wieder eine ganze Reihe von tollen Fotos.

Krönung des Nachmittags aber war der Besuch des Knysna Elephant Parks. Hier wurden wir direkt an die Tiere herangeführt und konnten sie sogar streicheln und füttern. Ein unbeschreibliches Erlebnis für uns vier! Erwähnenswert wäre noch unsere Waterfront Lodge in Knysna, in der wir 2 Nächte gastieren durften. Sie wird von Marianne und ihrem Ehemann im typisch englischem Kolonialstil sehr liebevoll geführt. Die beiden haben uns in der kurzen Zeit hier fast familiär umsorgt und standen, wann immer wir auf ihrer Bildfläche erschienen, mit Rat und hilfreichen Tipps für die Umgebung parat. Ein grosses Dankeschön mal an dieser Stelle!

Morgen werden wir nach einem, sicher wieder sehr reichhaltigen Frühstück nach Mossel Bay aufbrechen. Rest dann bei Internetanschluss später…

Küste von Knysna
Elephant Park

Wetterupdate – Schwere Regenfälle am Eastern- / Western Cape

Wetterupdate, Pause am Strand in Plettenberg Bay

Hier mal ein kurzer Lagebericht aus unserer Region rund um Knysna. Um es mal klar auszudrücken: Wir sind hier wettertechnisch eigentlich auf der Flucht vor den starken Regenfällen, die sich von KwazulNatal nordöstlich bis runter zum Western Cape ziehen, und uns im Prinzip im Verlauf unserer Reise ständig verfolgen. Zum sechsten Mal in Folge sind wir heute früh wieder mit Regen erwacht. Wir finden uns gerade damit ab, dass der Urlaub verregnet bleibt bis zum Schluss und richten unsere Aktivitäten mehr nach innen aus. .:-( SAs Regierung hat inzwischen Katastrophenalarm für die gesamte Region ausgerufen. Sämliche Strassen und sogar Townships (Motherwell bei Port Elizabeth), die wir befahren haben sind inzwischen in den Schlammfluten untergegangen. Nun seid Ihr an der Reihe, uns mal für die kommende Zeit Mut zuzureden. Wir halten uns derweil über Wasser.

Nachrichten aus der Region von News24.com

 

Wir haben den Regen in Südafrika gebucht :-(

Hallo everybody, wir tauchen mal wieder kurz aus den Pfützen und Schlammlöchern, die hier nicht nur Elefanten und Giraffen sondern auch uns umgeben auf, um uns zu melden. Selbst die wunderschöne Oyster Bay Lodge verschwamm im ewigen Regen bei der Abfahrt vor unseren Augen. Welches Tief hat uns bloß solch ein Wetter beschert? Wir wollen den Namen wissen! Das muss unbedingt aus der Wetterhistorie gestrichen werden! 😉

Da wir in den Unterkünften bisher nicht nur auf TV, sondern auch auf Internet verzichten mussten, können wir uns mangels Wetterbericht nicht mal emotional vorbereiten. Weil wir aber im Urlaub grundsätzlich optimistisch bleiben, brach gestern zum Glück im Laufe des Tages doch noch die Sonne durch die dicke Wolkendecke und bescherte uns einen tollen Nachmittag im Tsitsikamma-NP. Ein wunderschöner 80km langer Küstenstreifen mit vielen Flüssen, die sich in felsigen Mündungen ins Meer schlängeln. So checkten wir also in unserem Storms River Mouth Rest Camp ein und erkundeten den uns umgebenden Landstrich für den Rest des Tages zu Fuß. Unsere beiden Chalets liegen im übrigen ca. 50m vom Strand entfernt auf einer kleinen Anhöhe. Ausblick phänomenal! Der Indische Ozean bietet hier Wellen in einer Höhe, wie wir sie alle noch nie erlebt haben. Ihre Lautstärke durften wir die ganze Nacht durch genießen, aber das war ja irgendwie auch schön. Lasst Euch wieder von ein paar Bildern inspirieren. Alles kann man eh nicht mit Worten beschreiben…

P.S.: Quizfrage:“ Was tat es, als wir morgens am Meer erwachten?“ Richtig! Regnen, was sonst. Egal, wir fahren weiter die Gardenroute entlang nach Knysna!

Oyster Bay Lodge im Regen
Für ein gutes Foto tun wir alles… 😉
Tzizikamma NP – Storms River Mouth Hängebrücke
Sommer in Südafrika

 

Wir haben Afrika gefunden :-)

2 Tage Addo-NP liegen hinter uns und endlich haben wir unser Afrika gefunden. Wir mussten feststellen, dass Afrika soviel verschiedene Facetten zu bieten hat. Bei diversen Safaris fuellten sich die Speicherkarten unserer Apparate ins unendliche. Elefanten, Kudus, Bueffel, Zebras, Warzenschweine u.s.w. stellten sich direkt vor unseren Kameras in Pose. Abends haben wir zuenftig vor unserem Rondavel am Wasserloch gegrillt. Kurioserweise wissen wir bis heute nicht, was wir da gegessen haben. Wichtig ist nur, es ist uns alles gut bekommen. Was nicht gut war ist der Fakt, dass wir unser Grillglueck am 2. Abend nochmals herausfordern wollten, dann uns aber der Wettergott einen Strich durch die Rechnung machte. In der dann folgenden Nacht durften wir Windstaerken von geschaetzten 10 erleben und einen Regen der waagerecht im Wind stand. Aber am Morgen standen unsere Huetten gluecklicherweise noch. Heute fuehrte uns unser Weg ueber die Loewenaufzuchtstation von Seaview, Jeffreysbay (Surferparadies) u.s.w. nach Oysterbay, wo wir gerade ein tolles 4-Gang- Menue verspeisten. Wir wohnen leider nur fuer eine Nacht in der sehr huebsch im Kolonialstil eingerichteten Oyster Bay Lodge mit einem riesigen 3,5km langen Privatstrand. Morgen frueh werden wir den Sonnenaufgang am Strand erleben. Fortsetzung folgt…

Addo Elephant NP
Grillabend
Löwenaufzuchtsstation

 

Geschafft! Ankunft mit Hindernissen

Alles fing in Tegel so harmlos an. Wer hätte da ahnen können, dass wir in Johannesburg noch unseren Weiterflug nach Port Elizabeth verpassen werden. Ja, auch in Südafrika wird manchmal für mehr Geld gestreikt! Die Computersysteme wollten gerade heute die Bordkarten nicht für uns ausdrucken und wir, die wir dachten, dass uns das ja nicht passiert, wurden noch von einem vermeintlich so „freundlichen“ Schwarzen gleich mal um 30 Euro Trinkgeld gebracht. Na ja, 2 Stunden später landeten wir dann doch noch in PE und, als hätten wir es nicht anders verdient, bei richtigem Starkregen und wo blieb eigentlich mein Koffer (Marlis) auf dem Gepäckband? Alle waren weg, jeder hatte sein Gepäckstück. Ja, und wo war meins? Als wir nur noch alleine in der Halle standen und ich dann doch nach 24h am Rande des Nervenzusammenbruchs war, ließ Thomas plötzlich einen kurzen Brüller los. Judith hatte meinen Koffer mitten im Nirgendwo entdeckt. Gott sei Dank! Doch nicht 3 Wochen dieselben Sachen. Am Ende wollen wir garnicht mehr über den abgebrochenen Schlüssel von Thomas und Judiths Mietwagen reden. Dafür gab`s dann gleich mal ein neues Auto.

Also das soll nun Afrika sein? Wir sind aber alle Mann guter Dinge und hoffen, das Afrika, das hier jeder für sich finden will, ab morgen zu entdecken… Fortsetzung folgt!

Wir vier…
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